Akne

Bei einer Akne-Erkrankung produzieren die Talgdrüsen verstärkt Talg. So können durch den Talgstau in der Haut und / oder durch Bakterien Entzündungen und Akneeiterpusteln entstehen. Bisher konnte nur durch die Einnahme von Isotretinoin dieses Problem langfristig wirkungsvoll behandelt werden. Leider kann die Einnahme mit zahlreichen Nebenwirkungen verbunden sein.

Studie zeigt: Muskelrelaxans-Injektion senkt Talgproduktion
Nun haben Dermatologen der New York University School of Medicine in einer offenen Studie bei 20 Frauen und 5 Männern die Wirkung von Muskelrelaxans auf die Talgdrüse bestätigt. Über den Stirnbereich erhielten die Patientin eine entsprechende Menge Muskelrelaxans verteilt.

Die Talgproduktion wurde mit einem Sebometer (Talgdrüsenmeßgerät) vor und nach der Behandlung gemessen und Fotografien gemacht. Weiterhin wurde die Patientenzufriedenheit erfragt. Ergebnis: Die Fettproduktion war nach einer Woche um 75%, nach einem Monat um 80% und nach zwei bzw. drei Monaten um 73% bis 59% gesenkt. 24 Patienten waren mit der Behandlung „zufrieden“ bis „sehr zufrieden“. Fazit: Die Studienautoren um Dr. Amy E. Rose schätzen Muskelrelaxans-Injektionen in die Haut als eine wirksame Behandlung gegen fettige Haut, Akne und möglicherweise auch zur Verkleinerung von Hautporen. Positiver Nebeneffekt: Leichte Glättung der Stirnfalten und Reduktion der Schweißproduktion (besonders im Sommer angenehm).

Behandlung

An ca. 10 Punkten an der Stirn wird eine kleine Menge Muskelrelaxans in die Haut gespritzt. Nach einer kurzen Rötung sind kaum Nebenwirkungen zu erwarten. Ggf. können auch andere Gesichtspartien mit kleinen Dosen behandelt werden. Die Behandlung kann ab dem 18. Lebensjahr durchgeführt werden.