Dr. med. Kathrina Stojanow
Dermatologische Praxis für Privat- und Selbstzahlermedizin
Am Friedrichshain 26, 10407 Berlin | Tel.: 030 42807928
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Entstehung

Pilzerkrankungen betreffen zumeist die Haut oder die Schleimhäute. Dort siedeln sich die Krankheitserreger an und vermehren sich, wenn die Bedingungen günstig sind. Da Pilze eine feucht-warme Umgebung mögen, sind vor allen Dingen jene Körperregionen betroffen, in denen solch ein Mikroklima besteht:

  • Füße in eng anliegendem, atmungsinaktivem Schuhwerk
  • eingewachsene Fußnägel, die zur Bildung kleiner "Taschen" in der umgebenden Haut führen
  • die Haut der Leistengegend sowie die Schleimhäute des Genitalbereiches, wenn enge Hosen getragen werden
  • Hautfalten, in denen sich Schweiß sammelt
  • die Haut unter der Babywindel

Zudem können einige Erkrankungen dazu beitragen, dass sich die Pilze gut vermehren können:

  • Bei der Zuckerkrankheit ist der Zuckergehalt auch in den Haut- und Schleimhautzellen erhöht und bietet den Mikroorganismen Nahrung.
  • Bei Durchblutungsstörungen sind auch die Haut- und Schleimhautzellen betroffen und können sich nicht ausreichend gegen die Eindringlinge zur Wehr setzen.
  • Bei Krebserkrankungen oder einer Schwächung des Immunsystems (z.B. bei AIDS oder einer schweren Infektionskrankheit) ist die allgemeine Abwehrkraft des Körpers herabgesetzt und nicht mehr in ausreichendem Maße in der Lage, Infektionen abzuwehren.

Bei Patienten, die von einer für Pilzinfektionen prädisponierenden Erkrankung betroffen sind, muss deshalb regelmäßig auf beginnende Infektionen geachtet werden.
Bei einem schlechten allgemeinen Gesundheitszustand kann es sogar dazu kommen, dass Pilze durch die angegriffene Haut ihren Weg in das Körperinnere finden, über die Blutbahn verschiedene Organe erreichen und diese besiedeln. Dieser Zustand ist immer ein sehr ernst zu nehmendes Krankheitsbild und muss umgehend intensiv therapiert werden.