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Dr. med. Kathrina Stojanow
Dermatologische Praxis für Privat- und Selbstzahlermedizin
Am Friedrichshain 26, 10407 Berlin | Tel.: 030 42807928
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Vitalstoff-Medizin

Vitamine
Dass Vitamine gesund sind, weiß ein jedes Kind. Unter dem Begriff (zusammengesetzt aus dem lateinischen „vita“ für Leben und dem englischen „amin“ als Bezeichnung für eine organische Stickstoffverbindung) fasste der polnisch-amerikanische Chemiker Casimir Funk Stoffe zusammen, die für den menschlichen Körper lebenswichtig sind. Dabei sind die Vitamine höchst unterschiedliche Substanzen. Gemeinsam ist ihnen, dass ein Mangel zu schwerwiegenden Gesundheitseinbußen führt.
In modernen Gesellschaften bräuchte eigentlich niemand unter Vitamin-Mangel zu leiden. Die Nahrungsmittel, die diese Substanzen enthalten sind ganzjährig zu bekommen. Und dennoch ist die Vitamin-Versorgung einzelner Bevölkerungsgruppen nicht so gut wie sein könnte und müsste. Vor allem Kinder und Jugendliche in der Wachstumsphase, Frauen während der Schwangerschaft oder der Stillperiode, aber auch in den Wechseljahren sowie ältere und kranke Menschen haben einen hohen Vitaminbedarf. Die Zufuhr durch die Nahrung reicht da oft nicht aus. Eine besondere Risikogruppe sind Raucher, denn ihr Laster erhöht den Vitaminverbrauch.

Vitamin C:
Vitamin C ist wohl das bekannteste aller Vitamine. Chemiker nennen die Substanz Ascorbinsäure. Vitamin C fängt im Körper vor allem freie Radikale ein, es hilft beim Abbau von Cholesterin und fördert die Entgiftungsfunktion von Leberenzymen. Das Problem ist nur, dass der menschliche Körper diesen wichtigen Stoff nicht selbst herstellen kann. Vitamin C muss über die Nahrung aufgenommen werden. Ascorbinsäure kommt vor allem in frischem Obst (Zitrusfrüchte, Papaya), aber auch in Brokkoli, Rosenkohl, grünen Paprikaschoten und in Kartoffeln vor. 100 Milligramm täglich reichen aus, um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Für Therapie-Zwecke werden allerdings bis zu 18 000 Milligramm täglich empfohlen.

Vitamin E:
Nicht weniger wichtig als Vitamin C ist das Vitamin E. Diese auch Tocopherol genannte Substanz kommt vor allem in Sonnenblumenkernen, Weizenkeimen und Süßkartoffeln, aber auch in Lachs und Hühnereinern vor. Auch Vitamin E bindet freie Radikale. Vor allem aber ist es ein wichtiger Oxidationsschutz für Lipide und es mindert die Entwicklung von Arteriosklerose, beugt also Herzinfarkten vor. Außerdem hilft Vitamin E bei Strahlungsbedingter Hautalterung, es wirkt dem Entstehen von Falten entgegen und mindert die Narbenbildung. Seine antioxidative Wirkung kann das Vitamin E schon bei einer täglichen Dosis von 400 Milligramm entfalten.

Vitamin B1, 2, 6, 12:
Die Vitamine der Gruppe B unterstützen wichtige Stoffwechselvorgänge in den Nerven. Das Vitamin B1 genannte Thiamin zum Beispiel fehlt oft bei Menschen, die unter Nervenstörungen, Darmerkrankungen oder Alkoholismus leiden. Die täglich notwendige Dosis beträgt zirka 40 Milligramm. Vitamin B1 ist vor allem in Vollkornbrot, Kartoffeln und Hülsenfrüchten, aber auch in Schweinefleisch enthalten.
Hinter der Vitamin-Bezeichnung B2 verbirgt sich der Stoff Riboflavin. Er ist für gesunde Haut und Schleimhäute sowie für den Stoffwechsel verantwortlich. Auch von B2 sollte man täglich bis zu 40 Milligramm einnehmen. Vorhanden ist dieses Vitamin vor allem in Milch, Käse, Vollkornprodukten und auch in Leber.
In Vollkornbrot, Bohnen und auch in Geflügel, Fisch und Nüssen findet man das Vitamin B6. Dieses Pyridoxin reguliert den Blutzucker und den Fettstoffwechsel. Vom Vitamin B6 sind nur 1,6 bis 2 Milligramm täglich notwendig.
Für die Bildung der roten Blutkörperchen ist das Vitamin B12 verantwortlich. Die auch als Cobalamin bezeichnete Substanz ist außerdem dafür zuständig, dass die Folsäure ihre Wirkung im Körper entfalten kann. Mangelhaft ist die B12-Versorgung vor allem bei Vegetariern, Senioren, Schwangeren und Stillenden sowie bei Menschen mit Lebererkrankungen. Vom Vitamin B12 sind täglich bis zu 15 Mikrogramm notwendig. Das Cobalamin findet sich vor allem findet sich vor allem in Eiern, Milch, Milchprodukten und in Fleisch

Niacin:
Auch das Niacin gehört in die Gruppe der B-Vitamine. Es wird auch Vitamin B3 genannt und kommt in zwei Formen vor: als Nikotinsäure und als Niacinamid. Der menschliche Körper bildet diesen Stoff in der Leber selbst. Allerdings ist die gebildete Menge oft unzureichend. Niacin ist eine wichtige Antiocidans, es fängt also freie Radikale ein. Zudem reguliert dieses vitamin den blutzucker und wirkt sich positiv auf den Fett- und Cholesterinstoffwechsel aus. Eine Dosierung von bis zu 300 Milligramm Niacin täglich wird empfohlen. Zu finden ist dieses Vitamin vor allem in Vollkornprodukten, Seefisch, Erbsen und in Leber.

Vitamin D3:
Der Serum-Calcium- und Phosphor-Spiegel im Körper wird vom Vitamin D3 reguliert. Die Einlagerung dieser Mineralien in die Knochen wird durch das Vitamin erleichtert, die Knochendichte erhöht sich. Vitamin D3, auch Cholecalciferol genannt, kann durch den Menschlichen Körper selbst hergestellt werden. Allerdings hat sich gezeigt, dass die Vitamin-Produktion bei Senioren, bei Menschen die im Norden leben und generell im Winter geringer ist. Dies führt zu Calcium- um Phosphor-Mangel.

Folsäure:
Bedeutsam für die Regeneration der Zellen ist die Folsäure. Sie entfaltet ihre Wirkung vor allem im Zusammenspiel mit dem Vitamin B12 und trägt so zur Bildung von weißen und roten Blutkörperchen bei. Allerdings ist die Grenze der Unterversorgung mit Folsäure schnell erreicht. Die empfohlene Tagesmenge liegt bei 400 Mikrogramm. Vor allem bei Mangelernährung, Medikamenten-Einnahme, Alkohol- und Tabakkonsum liegt der Bedarf schnell höher. Bei ausreichender Versorgung wirkt Folsäure heilend bei Schleimhautveränderungen und neurologischen Störungen. Außerdem kann sie Depressionen vorbeugen und wird während der Schwangerschaft präventiv eingesetzt. Vollkornprodukte, grünes Blattgemüse, Tomaten und Sojabohnen sind besonders reich an Folsäure.

Biotin:
Biotin braucht der Körper für den Aufbau gesunder Haare, von Nägeln und von Haut. Dazu ist eine tägliche Einnahme von bis zu 500 Mikrogramm dieses Stoffes notwendig. Das auch Cyanocobalamin genannte Biotin kann auch lindernd bei Depressionen wirken. Ihm wird Hilfe psychischen Störungen und Hautveränderungen nachgesagt. Besonders viel Biotin findet man in tierischen Produkten wie Milch, Eigelb und Leber, aber auch in Sojabohnen und Weizenkeimen.

Pantothensäure:
Pantotensäure ist in vielen Lebensmitteln vorhanden. Vor allem aber in Erbsen, Weizenkeimen, Milch Fisch und Leber. Dieses Vitamin ist auch unter dem Namen Pyridoxin bekannt. Im Körper greift es in den Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel ein. Zu therapeutischen Zwecken wird Pantothensäure bei Müdigkeit und Durchfall eingesetzt. Außerdem soll der Infektionsabwehr dienen.


Mineralien
Ebenso wie die Vitamine sind auch Mineralstoffe für die Gesundheit des Körpers unentbehrlich. Sie sind die anorganischen Bestandteile jener Enzyme, Proteine und Hormone, die den Stoffwechsel steuern. Mineralien müssen dem Körper ein Leben lang zugeführt werden, da sie von ihm nicht selbst synthetisiert werden können.
Mineralstoffe halten das Säure-Basen-Gleichgewicht sowie den osmotischen Druck sowie den pH-Wert in Körperflüssigkeiten und Zellen aufrecht. Sie sind der Grundbaustein für Knochen und Zähne. Die so genannten Spurenelemente sind Katalysatoren des Stoffwechsels. Bei ihnen handelt es sich ebenfalls um Mineralien, die aber in nur sehr geringen Mengen, eben in Spuren, im Körper vorkommen. Eine Unterversorgung mit diesen Substanzen kann zum Beispiel zu einer Schwächung der Immunabwehr führen.
Eine negative Mineralstoff-Bilanz sieht man den betroffenen Menschen auch an. Brüchige Nägel, schlechte Haut und glanzloses Haar lassen sich oft auf einen Mineralienmangel zurückführen. Allerdings kann auch eine Überdosierung, im Gegensatz zu Vitaminen, negative Nebenwirkungen haben. Der empfohlene Tagesbedarf sollte deshalb genau eingehalten werden. Diesen Bedarf allerdings allein über eine ausgewogene Ernährung abzudecken ist schwer. Schon bei der Lagerung verlieren viele Lebensmittel ihren Mineralien- und Vitamin-Gehalt. Die Anbaumethoden der modernen Landwirtschaft haben zudem den Mineraliengehalt der Nahrung in den vergangenen Jahrzehnten stets sinken lassen.

Selen:
Selen ist besonders wichtig für den Zellschutz, für den Erhalt des Immunsystems sowie für das Funktionieren der Schilddrüse. Zudem hat es eine entgiftende Wirkung. Durch die industriell organisierte Landwirtschaft sind Selenmängel vor allem in Mittel- und Nordeuropa sowie in den Alpenländern verbreitet. Hinzu kommt, dass durch steigende Schwermetallbelastungen der Selenbedarf der Menschen steigt. Selen ist Bestandteil antioxidativer Enzyme. Es verstärkt zudem die antioxidative Wirkung von Vitamin E. Zu finden ist Selen vor allem in Fischen (Hering, Thunfisch, Sardine), in Soja, Weizenvollkornprodukten, in Leber, weißen Bohnen und in Milch. Die empfohlene Tagesdosis Selen liegt bei 50 bis 100 Mikrogramm.

Zink:
Zink ist eines der häufigsten Spurenelemente im menschlichen Körper. Es kommt in jeder Zelle vor, konzentriert sich aber vor allem in Haut, Leber, Bauchspeicheldrüse, Netzhaut, Prostata und in den Knochen. Durch seine Wirkung beim Aufbau der Knochen ist eine ausreichende Zink-Versorgung vor allem in der Wachstumsphase wichtig. Doch auch danach ist es für den Knochenstoffwechsel unentbehrlich. Ausreichende Zinkaufnahme erhöht die Knochendichte. Vor allem bei Vegetariern und älteren Menschen wird häufig ein leichter Zinkmangel festgestellt. Das Mineral findet man vor allem in Fleisch, Fisch und Milch.

Magnesium:
An vielen Prozessen in den Körperzellen beteiligt ist das Magnesium. Dazu zählen mehr als 300 enzymatische Reaktionen. Die Wirkungen von Magnesium sind Vielfältig. Zu den wichtigsten Eigenschaften gehört die Prävention gegen Osteoporose. 60 Prozent des Magnesiums befindet sich in den Knochen. Außerdem beeinflusst Magnesium all die Hormone, die für den Calcium-Spiegel im Körper verantwortlich sind. Magnesiummangel wirkt sich also vor allem Negativ auf die Knochendichte aus. Viele Menschen nehmen nicht mehr als die Hälfte der empfohlenen Tagesdosis von 400 Milligramm zu sich. Das natürliche Quellen für den Magnesiumhaushalt sind Gemüse, Salat, Obst und Getreide.

Eisen:
Eisen ist besonders wichtig für den Sauerstoff- und Kohlendioxidtransport im Blut. Es hilft bei der Bildung des Hämoglobins. Fleisch, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und Gemüse sind besonders reich an Eisen. Die Empfehlungen für nötige Tagesdosen reichen von 25 Milligramm bis hinzu mehreren Gramm.

Kupfer:
Kupfer gehört wie Eisen zu den häufigsten Spurenelementen im Körper. Rund 20 Prozent davon befinden sich in den Knochen. Dort ist es für Stärke und Flexibilität des Gewebes mitverantwortlich. Kupfermangel kann zu Knochenanomalien, zum Beispiel Osteoporose, führen. Notwendig sind täglich zirka 2 bis 4 Milligramm Kupfer. Dieses Spurenelement findet sich vor allem in Nüssen, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten.

Mangan:
Ebenfalls für den Aufbau der Knochen, aber auch zur Entgiftung, für die Abwehrkraft und vor allem für die Bildung von Bindegewebe in den Gelenken braucht der Körper Mangan. Dieses Mineral findet sich vor allem in Getreide, in grünem Gemüse und in Nüssen. Täglich bis zu 5 Milligramm Mangan werden empfohlen. Mangan wirkt positiv auf den SOD-Spiegel. SOD ist ein Enzym, das Superoxid-Radikale abfängt. Diese spielen eine große Rolle bei der Zerstörung der Gelenke.

Chrom:
Chrom ist besonders bedeutsam für die Fett- und Zuckerverwertung in den Gefäßen. Außerdem verstärkt es die Wirkung von Insulin und normalisiert so den Blutzuckerspiegel. Bis zu 150 Mikrogramm Chrom täglich werden empfohlen. Dieser Stoff ist vor allem in Bierhefe, Weizenkeimen, Leber und Vollkornprodukten aber auch in Fleisch vorhanden.

Jod:
Jod entfaltet seine Wirkung vor allem in Bezug auf die Energiegewinnung aus der Nahrung. Es ist also besonders wichtig in der Wachstumsphase. Aber auch für seine unterstützende Wirkung auf die Schilddrüsenhormone ist Jod bekannt. Konzentriert findet man Jod in Seefisch und Schalentieren, aber auch in Eiern und Milch. Bis zu 300 Milligramm Jod sollten täglich mit der Nahrung aufgenommen werden.

Molybdän:
Vielfältige Einsatzzwecke im menschlichen Körper hat auch das Mineral Molybdän. Unter anderem ist es bedeutsam für den Stoffwechsel der Harnsäure und für den Kariesschutz. Von Molybdän sollten bis zu 300 Milligramm täglich eingenommen werden. Enthalten ist es in Getreide, Gemüse und in Innereien.

Essentielle Fettsäuren
Die meisten Menschen essen nicht nur zuviel, sondern auch falsches Fett. Im Rahmen einer gesunden Ernährung wird deshalb empfohlen, den Fettkonsum nicht nur zu reduzieren, sondern ihn auch auf ungesättigte Fettsäuren umzustellen. Gesättigte Fettsäuren kann der menschliche Körper selbst herstellen. Ungesättigte müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Diese Fette werden auch essentielle Fettsäuren genannt, da sie im Körper wichtige Aufgaben wahrnehmen. Sie sind zum einen Bestandteil der Zellmembran und zum anderen helfen sie bei der Steuerung von Zellfunktionen wie Regeneration und Wachstum. Zwei Drittel aller fette, die der mit der Nahrung zu sich nimmt, sollten solche essentiellen Fettsäuren sein. Dieses Ziel wird in vielen Fällen nicht erreicht. Eine Nahrungsergänzung mit ungesättigten Fettsäuren wird deshalb notwendig.

Omega-3-Fettsäuren:
Von diesen Fettsäuren, zu denen auch die Linolensäure gehört, sollte der Mensch täglich rund ein Gramm zu sich nehmen. Aus Linolensäure stellt der Körper hormonähnliche Substanzen her, die die Zellfunktionen regeln. Besonders reichhaltig vorhanden sind Omega-3-Fettsäuren in Seefisch. Leider verzehrt jeder Deutsche im Durchschnitt gerade einmal 100 Gramm Fisch pro Woche. Zu wenig, um eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren sicherzustellen. Mangelerscheinungen treten allerdings erst nach einer langen Periode der Unterversorgung auf. Eine gestörte Wundheilung gehört zu den Symptomen. Bei Kleinkindern zeigt ein Mangel an Omega-3-Fettsäure viel schneller. Deshalb werden diese Fette auch der Säuglingsnahrung zugesetzt.
Bei ausreichender Versorgung haben Omega-3-Fettsäuren folgende positive Wirkungen: Sie haben günstigen Einfluss auf entzündliche Prozesse und arteriosklerotische Gefäßveränderungen. Sie hemmen das Zusammenkleben der Blutplättchen, senken den Blutdruck und fördern die Fließfähigkeit des Blutes.

Omega-6-Fettsäuren:
Bei diesen Fettsäuren liegt der Tagesbedarf wesentlich höher als bei den Omega-3-Fetten. Sieben bis zehn Gramm sollten jeder Mensch zu sich nehmen. Durch die heute übliche Ernährung wird dieser Bedarf in den allermeisten Fällen gedeckt. Tritt dennoch ein Mangel auf, ist er an Wachstumsstörungen, Hautveränderungen und einer erhöhten Infektanfälligkeit zu erkennen. Omega-6-Fettsäuren sind vor allem in Pflanzenölen enthalten.

Alpha-Liponsäure:
Bei Alpha-Liponsäure handelt es sich um eine schwefelhaltige Fettsäure mit vitaminähnlicher Wirkung. Alpha-Liponsäure wirkt sowohl in wässrigen als auch in fettigen Geweben. Deshalb kann sie eine Vermittlerrolle zwischen den vitaminen C und E spielen. Vor allem aber ist Alpha-Liponsäure in der Lage, andere Radikalen-Fänger zu regenerieren. Sie ist damit ein Eckpfeiler im Netzwerk der Antioxidantien.
Die schwefelige Fettsäure hat aber noch andere positive wirkungen. Zusammen mit einigen Aminosäuren kann sie den Blutzuckerspiegel kontrollieren. Außerdem wird die Substanz leicht vom Gehirngewebe aufgenommen und kann so wirksam gegen Alzheimer schützen.
Alpha-Liponsäure ist in der Nahrung nur in sehr geringen Mengen enthalten. 100 Gramm Fleisch enthalten etwa 5 Milligramm dieser Säure. Die benötigte Tagesmenge liegt aber bei bis zu 1000 Milligramm.

Carotinoide:
Carotinoide sind als Farbstoffe in Pflanzen weit verbreitet. Den Forschern sind heute rund 700 verschiedene dieser Farbstoffe bekannt. Für den Menschen von Bedeutung sind knapp 50 dieser Stoffe.  Carotinoide unterscheidet man in zwei Gruppen: die sauerstoffhaltigen, zu denen das Lutein zählt, und die sauerstofffreien Carotinoide, zu denen zum Beispiel das Beta-Carotin und das Lycopin zählen.  
Lutein findet man vor allem in dunkelgrünem Gemüse, wie zum Beispiel Spinat und Grünkohl. Die sauerstofffreien Carotinoide sind als rote oder gelbe Farbstoffe in vielen Früchten und Gemüsen vorhanden, zum Beispiel in Aprikosen, Karotten und Tomaten. Die Carotinoide haben neben ihrer Funktion als Provitamin A antioxidative Eigenschaften und sie schützen die haut vor gefährlichen UV-Strahlen.

Aminosäuren
Aminosäuren kann man als die eigentlichen Bausteine des Lebens betrachten. Aus ihnen sind sämtliche Proteine des Körpers aufgebaut. Zu den Proteinen zählen unter anderem Enzyme, Hormone, Muskeln, Haare und Fingernägel. Das zeigt, in welcher Vielfalt Aminosäuren existieren. Es gibt extrem viele von ihnen. Jedoch nur 20 verschiedene Aminosäuren kann der Mensch in sein Körperprotein einbauen, wenngleich viel mehr im menschlichen Organismus vorkommen. Neun Aminosäuren betrachten Mediziner als essentiell, das heißt sie müssen über die Nahrung oder Ergänzungsmittel aufgenommen werden.
Von den Aminosäuren hängt ein Großteil des Wohlbefindens des Menschen ab. Die Proteinbausteine dienen als Zellschutz, Schmerzlinderer und Gesundheitswächter. Sie können vor den Folgen von Umweltgiften schützen und so den wirkungsvoll den Alterungsprozess mildern.

Carnosin:
Carnosin gehört zu jenen Substanzen, denen man ein  besonderes Antialterungspotenzial nachsagt. Es wirkt besonders gut gegen oxidativen stress, da es vor allem hochreaktive Sauerstoffradikale neutralisiert. Carnosin stabilisiert die Zellmembran und kann eine Schädigung der Chromosomen verhindern. So hat Carnosin vielfältige positive Wirkungen. Insbesondere beim Schutz des Gehirns, der Augen und des Bindegewebes.
Carnosin ist ein Dipeptid. Das heißt es besteht aus zwei Aminosäuren. Zu finden ist es vor allem in Zellen des Nerven und Muskelgewebes und Carnosin ist natürlicher Bestandteil unserer Nahrung. Besonders reich enthalten ist es in Fleisch. Da der Fleischkonsum immer weiter zurückgeht, wird die Substitution von Carnosin immer wichtiger.

Glutathion:
Glutathion kommt in allen Lebewesen vor. Seine Hauptaufgabe ist seine antioxidative Wirkung. Glutathion kann in großem Umfang Elektronen abgeben und bindet so die schädlichen freien Radikale. Die Moleküle der Aminosäure werden nach Abgabe eines Elektrons nicht selbst zu freien Radikalen. Die Substanz ist deshalb extrem wichtig für den Schutz der Zellen. Außerdem ist Glutathion Cofaktor für eine Vielzahl von Enzymen, die nur im Zusammenspiel mit der Aminosäure ihre Wirkung entfalten können. Allerdings ist in unser modernen Nahrung nur sehr wenig Glutathion enthalten. Mit einer Unterversorgung werden eine ganze Reihe von Erkrankungen in Zusammenhang gebracht. Dazu zählen Lungenerkrankungen, Leberzirrhose und vaskuläre Erkrankungen. Aber auch ein verstärkter Alterungsprozess lässt sich mit einem niedrigen Glutathion-Spiegel in Verbindung bringen.

L-Lysin:
Lysin ist für eine natürliche Wundheilung mitverantwortlich und fördert den körpereigenen Carnitinaufbau. Ferner unterstützt Lysin die Leistungsfähigkeit des Körpers und die Muskelfunktionen. Maßgeblich ist sein Beitrag für die Bildung von Enzymen. Lysin hat als essentielle Aminosäure eine ausgeprägte antivirale Wirkung. Es verstärkt außerdem die Funktionen der Aminosäure Arginin. Aktive Herpes-Viren können durch Behandlung mit Lysin gehemmt werden.


Glutamin:
Glutamin gehört zu den am stärksten im Körper konzentrierten Aminosäuren. Es macht rund 60 Prozent aller Aminosäuren in den Zellen aus. Vor allem Zellen des Immunsystems und der Darmschleimhaut benötigen viel Glutamin. Sie brauchen es zum Beispiel, um Glutathion herzustellen. Eine Verarmung an Glutamin führt zu verminderter Proteinsynthese und zu einer Schwächung des Immunsystems. Wer ausreichend mit Glutamin versorgt ist, weist eine gute Regeneration der Darmschleimhautzellen auf. Glutamin verhindert, dass krankmachende Keime durch die Darmschleimhaut ins Blut gelangen.

Methionin:
Methionin gehört zu den essentiellen Aminosäuren. Wird es abgebaut, entsteht im Körper Cystein. Da Methionin gewissermaßen eine Vorstufe des Cysteins ist, können durch seine Einnahme die Cystein-Gaben reduziert werden. Während der Cystein-Synthese kann Methionin antidepressiv wirken. Auch ist eine antiallergische Wirkung belegt. Methionin ist außerdem wichtig, damit Selen seine Wirkung im Körper optimal entfalten kann. Als schwefelhaltige Aminosäure hilft Methionin auch dabei, giftige Schwermetalle wie Cadmium und Quecksilber unschädlich zu machen.

Arginin:
Arginin entsteht unter anderem im Harnstoffzyklus und ist am Energiestoffwechsel beteiligt. Unter der Wirkung von Arginase wird Arginin in die Aminosäure Ornithin umgewandelt. Diese beiden aminosäuren stimulieren die Hypophyse und fördern so die Ausschüttung von Wachstumshormonen. Arginin spielt außerdem eine besondere Rolle bei der zellulären Immunabwehr. Es wird ihm auch nachgesagt, das Wachstum von Tumoren zu verzögern. Der Bedarf an Arginin steigt vor allem bei Infekten an. Zur Immunstimulation werden Dosen von zwei bis fünf Gramm empfohlen.

Cystein:
Diese aminosäure ist schwefelhaltig und kann im Körper aus Methionin gebildet werden. Cystein ist wie Glutamin ein Bestandteil des Glutathions und hat dadurch eine ausgeprägte antioxidative Wirkung. Es kann vor übermäßiger Belastung mit freien Radikalen schützen. Durch seine Struktur ist Cystein zudem in der Lage, Umweltgifte unschädlich zu machen und so den Alterungsprozess zu verzögern. Am wirkungsvollsten ist Cystein in Verbindung mit Selen und Vitamin E. Allerdings kann die Einnahme großer Cysteinmengen auch zu einem verstärkten Ausscheiden von Spurenelementen führen.