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Dr. med. Kathrina Stojanow
Dermatologische Praxis für Privat- und Selbstzahlermedizin
Am Friedrichshain 26, 10407 Berlin | Tel.: 030 42807928
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Lebensstil

Ernährung:
Älter werden und dabei gesund bleiben, ist der Traum aller Menschen. Die wichtigste Grundlage hierfür ist die Veränderung eines altmachenden Lebensstils. Dazu gehört nicht nur der verzicht auf Gifte wie Nikotin und zuviel Alkohol, sondern auch die Umstellung der Ernährung.  
Basis einer gesunden Ernährung ist die ausreichende Versorgung mit Vollkornprodukten. Sie sollten zu den meisten Mahlzeiten verzehrt werden. Im Gegensatz zu früheren Auffassungen gehören Kartoffeln, Reis und Teigwaren (nicht aus Vollkornmehl) allerdings nicht in diese Grundversorgung. Diese Nahrungsmittel sollten nur in Maßen gegessen werden. Die in ihnen enthaltenen Kohlenhydrate gehen zwar schnell ins Blut. Dafür sättigen sie aber auch nur für kurze Zeit. Nahrungsmittel mit einem niedrigen glykämischen Index, also zum Beispiel Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und grünes Gemüse, geben die Kohlenhydrate viel langsamer ab. Sie liefern die gleiche Energie, aber über einen viel längeren Zeitraum.
Zweitwichtigster Baustein einer ausgewogenen Ernährung sind Obst und Gemüse. Diese Lebensmittel reichlich zu essen, ist eine der besten Methoden, sich vor Krankheiten zu schützen. Durch die Vitamine und anderen Mikronärstoffe, die mit Obst und Gemüse aufgenommen werden, kann man dem Entstehen von Diabetes, Herz-Kreislauf-Krankheiten sowie bestimmten Formen von Krebs vorbeugen.
Die große Gruppe der Öle und Fette galt unter Ernährungswissenschaftlern lange als Krank- und Dickmacher. Mittlerweile hat sich aber die Erkenntnis durchgesetzt, dass vor allem einige pflanzliche Öle auch gute Eigenschaften haben. Vor allem die ungesättigten Fettsäuren werden mit einem geringeren Risiko für Kreislauferkrankungen in Zusammenhang gebracht. Wichtig für das Vermeiden von Gefäßkrankheiten sind auch die Omega-3-Fettsäuren, die vor allem in Meeresfisch vorkommen.
Milchprodukte sind vor allem für den Knochenbau wichtig. Sie enthalten viel Kalzium und stärken so das Skelett. Allerdings schadet zuviel Milchfett dem Kreislauf. Es sollten daher vor allem fettreduzierte Produkte verwendet werden.
Auch Fleisch, Geflügel, Fisch, Eier und Nüsse enthalten lebenswichtige Bestandteile. Auch wenn die meisten dieser Nahrungsmittel eher in Maßen genossen werden sollten. Ihre Proteine sind wichtig für den Gewebeaufbau. Allerdings sind diese Lebensmittel auch relativ fettreich. Das zeigt schon, dass die Umstellung der Ernährung allein keinen ausgeprägten Anti-Aging-Effekt haben kann. Um gute Ergebnisse zu erzielen, ist eine Kombination aus vielen Maßnahmen nötig. Dazu zählen neben der Ernährung ausreichend Sport und der Ausgleich typischer Mangelerscheinungen, die das Alter mit sich bringt.

Bewegung:
Für eine Umstellung des Lebensstils im Sinne der Anti-Aging-Medizin reicht es nicht, die Ernährung zu ändern. Seit langem ist bekannt, dass auch regelmäßige Bewegung eine verjüngende und lebensverlängernde Wirkung haben kann. Jedoch nicht jede Art von Sport. Nach den Vorstellungen von Anti-Aging-Medizinern sollten bei der Fitness einige Regeln eingehalten werden. Demzufolge ist das Maß der sportlichen Betätigung für jeden Einzelnen individuell abzustimmen, um einen geeigneten Trainingseffekt zu erzielen. Leistungssport sollte Leistungssportlern vorbehalten bleiben. Solch hohe Beanspruchungen bergen eher Gefahren als Anti-Aging-Nutzen. Sie führen zu Verletzungen und oxidativem Stress.
Wohldosierter Sport dagegen hat positive Auswirkungen auf den Kreislauf, den Stoffwechsel, das Blut, den Hormon-Haushalt sowie Nervensystem und Psyche. Dafür aber muss regelmäßig trainiert werden. Zwei bis viermal pro Woche und nie weniger als 40 Minuten, denn erst dann setzt die wichtige Fettverbrennung ein. Zur Bekämpfung negativer Folgen des Alterns ist Ausdauersport besonders wichtig. Durch ihn kann die Leistung fast aller Organe verbessert werden. Allerdings sollte ausschließlich im aeroben Bereich trainiert werden. Das heißt, in den Muskeln wird nur soviel Sauerstoff verbrannt, wie auch aufgenommen werden kann. Zum Erstellen eines individuellen Trainingsplans sollten zusammen mit einem Mediziner folgende Punkte berücksichtigt werden: die maximale Herzfrequenz, die Bestimmung des Herzfrequenzbereiches, in dem trainiert werden soll sowie die Trainingsintensität. Ausdauersportarten, die für Anti-Aging-Zwecke besonders geeignet sind, sind Laufen, Wandern, das immer beliebter werdende Nordic-Walking, Radfahren und Schwimmen.
Doch nicht nur Ausdauer-, sondern auch Krafttraining kann jung halten. Schließlich nimmt ab dem 30. Lebensjahr die Muskelmasse des Körpers kontinuierlich ab. Bis zum siebten Lebensjahrzehnt verliert der Körper bis zu 40 Prozent der Skelettmuskelmasse. Dieser Verlust muss kompensiert werden. Ausdauer- und Krafttraining sollten außerdem durch regelmäßige Koordinations- und Dehnungsübungen ergänzt werden.