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Dr. med. Kathrina Stojanow
Dermatologische Praxis für Privat- und Selbstzahlermedizin
Am Friedrichshain 26, 10407 Berlin | Tel.: 030 42807928
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Hormon-Ersatz-Therapien


DHEA:

In der Presse wird DHEA gelegentlich als „Wunderhormon“ bezeichnet. Wunder kann es zwar nicht vollbringen, doch die Vielzahl der Beschwerden, bei denen dieses Hormon Linderung verschaffen kann, ist bemerkenswert. DHEA stärkt das Immunsystem, ein hoher DHEA-Spiegel im Blut kann bei Frauen das Einsetzen der Menopause verzögern, bei Männern hebt es den Testosteron-Spiegel. Bei zahlreichen Studien berichteten die Testpersonen nach längerer DHEA-Einnahme von einer Steigerung des physischen und psychischen Wohlbefindens. Durch seine antioxidativen Eigenschaften kann DHEA außerdem bei der Krebstherapie helfen, Herzerkrankungen vorbeugen sowie bei Stress, Depressionen, Osteoporose, Übergewicht und Diabetes helfen. Einige Forscher sind gar der Meinung, DHEA könne durch seine Rolle bei der Erhaltung von Gehirnzellen vor Alzheimer schützen. Unbestritten ist die positive Wirkung von DHEA auf die Libido.
Bei DHEA (Dehydroepiandrosteron) handelt es sich um eine Substanz aus der der Körper andere Hormone herstellt. Gebildet wird DHEA in den Nebennieren. Der männliche Körper produziert aus DHEA unter anderem Testosteron, der weibliche Östrogen. Schon ab Mitte 20 beginnt die körpereigene DHEA-Produktion zurückzugehen. In den meisten Fällen bleibt der Spiegel aber bis zum 45. Lebensjahr ausreichend hoch. Der Mensch produziert zirka ein bis zwei Milligramm DHEA täglich. Bei Personen im Alter von mehr als 40 Jahren empfiehlt sich eine DHEA-Einnahme, wenn Mangel-Symptome auftreten. Das können alters- oder stressbedingt mangelnde Vitalität und Zeichen von Erschöpfung sein. DHEA wird als Kapsel morgens eingenommen.

Melatonin:

Die positiven Wirkungen des Melatonins sind ebenso vielfältig wie die von DHEA. Deshalb ist es eines der vielseitigsten Mittel in der Anti-Aging-Medizin. Melatonin wirkt sich günstig auf das kardiovaskuläre System, auf die Immunfunktion, den Schlaf, die Stimmung, das Gedächtnis und den Sex aus, um nur einige Wirkungen zu nennen. Außerdem ist Melatonin ein wirksamer Radikalenfänger.
Der Mensch produziert Melatonin hauptsächlich in der Zirbeldrüse im Zentrum des Gehirns, aber auch in den Augen. Hauptaufgabe des Melatonins ist es, für ausreichend und erholsamen und damit gesunden Schlaf zu sorgen. Der Anti-Aging-Ansatz lautet hier: Wer nachts gut schläft, ist tagsüber fit. Die Zirbeldrüse reagiert auf Dunkelheit. Dann beginnt sie mit der Produktion von Melatonin. Eine verstärkte Ausschüttung dieses Hormons beginnt meist 30 Minuten nach dem einschlafen. Dann sinkt die Körpertemperatur, was bedeutet, dass die zellen weniger Energie brauchen und sich besser regenerieren können.
Rund 80 Prozent der über 60-Jährigen leiden unter therapiebedürftigen Schlafstörungen. Hier kann Melatonin zu einer deutlichen Steigerung der Lebensqualität im Alter führen. Nach dem gleichen Mechanismus hilft Melatonin aber auch bei saisonal bedingten Depressionen, bei Jetlag und bei einem geschwächten Immunsystem. Für die Anti-Aging Medizin ist Melatonin nicht nur interessant, weil es den gesunden Schlaf fördert, sondern auch weil es andere wichtige Hormone reguliert.

Östrogene:

Östrogene werden weithin nur als weibliche Sexualhormone wahrgenommen. Dabei erfüllen sie auch im Körper des Mannes wichtige Aufgaben. Nur in hohen Konzentrationen sind sie für eine charakteristisch weibliche Prägung verantwortlich und Vorraussetzung für die Reproduktion. Bei beiden Geschlechtern tragen Östrogene zum Aufbau und Erhalt von Haut, Haaren und Knochen bei. Zudem greifen sie in eine Vielzahl von Steuerungsmechanismen des Organismus ein.
Sowohl bei der Frau als auch beim Mann kommt es im Laufe des Lebens zu einem Abfall des Östrogenspiegels im Blut. Bei Frauen wird dieser Effekt durch die erhöhte Östrogen-Produktion der Eierstöcke bis zur Menopause überlagert. Dann fällt der Östrogenspiegel schlagartig ab. Die kurzfristigen Symptome des Östrogenmangels sind bekannt: Hitzewallungen, Schwitzen, Nervosität, Depressivität und Schlafstörungen. Allerdings passt sich der Körper dem Östrogenmangel an. Das kann, je nach Individuum wenige Wochen aber auch mehrere Jahre dauern. Bis diese klimakterischen Beschwerden allerdings abklingen, leiden viele Betroffene unter der Umstellung des Körpers. Forscher wissen heute, dass man diese Leidenszeit nicht durchstehen muss. Mit der Einnahme von Östrogen kann der Mangel ausgeglichen werden.
Dem Hormon-Mangel sollte vor allem deshalb gegengesteuert werden, weil die meisten Patienten die langfristigen Folgen des Östrogen-Defizits aus den Augen verlieren. Die beschriebenen kurzfristigen Symptome klingen bald ab. Auf lange sicht aber kann das Fehlen von Östrogenen zahlreiche Krankheiten verursachen. Dazu zählen Arteriosklerose, Hypertonie, Osteoporose, Bindegewebsschwäche und Demenz. Beim Mann kann erektile Dysfunktion hinzukommen. Bis diese Beschwerden auftreten, vergeht allerdings eine recht lange Latenzzeit, innerhalb derer mit regelmäßigen Östrogen-Gaben gegengesteuert werden kann. Die Hormon-Ersatztherapie wirkt hier vorbeugend und erhöht so die Lebensqualität im Alter.

Pregnenolon:

Pregnenolon ist die „Mutter aller Hormone“. Aus dieser Substanz werden alle menschlichen Steroidhormone gebildet, auch das DHEA. Pregnenolon kommt überall im Körper vor und ist an der Zellatmung beteiligt. 14 Milligramm dieses Hormons bildet der menschliche Körper täglich. Doch auch diese Produktion nimmt mit zunehmendem Alter ab.
Seine Bedeutung für die Anti-Aging-Medizin erlangt Pregnenolon durch seine herausragende regenerative Wirkung auf das Nervensystem. Vor allem kann dieses Hormon die Gedächtnisleistung steigern, es beeinflusst das Lernen und das Erinnerungsvermögen. Bei Alzheimer-Patienten hat man niedrige Pregnenolon-Spiegel festgestellt. Forscher schließen daraus, dass Pregnenolon vor Alzheimer schützen kann. Außerdem vermag dieses Hormon bei Gelenkentzündungen zu helfen, es kann das Schlafverhalten verbessern und wieder zu einer positiven Lebenseinstellung beitragen. Ergebnisse aktueller Studien weisen außerdem darauf hin, dass Pregnenolon bei Krebs, Arthritis, Übergewicht, chronischer Müdigkeit und bei Multipler Sklerose helfen kann.

Testosteron:

Testosteron wird in den männlichen Keimdrüsen gebildet. Es ist beim Mann für viele positive Hormonreaktionen verantwortlich, die bei der Frau das Östrogen übernimmt. Während aber der Östrogen-Spiegel der Frau nach der Menopause schlagartig sinkt, geht die Testosteronbildung beim Mann nur allmählich zurück. Im Alter von 40 Jahren ist die Produktion um 15 Prozent reduziert, bei 60-Jährigen um rund 50 Prozent. Dieser Rückgang, die sogenannte Andropause, wird im Gegensatz zur weiblichen Menopause allerdings nur selten behandelt.
Dabei sollte man spätestens dann eingreifen, wenn sich erste Anzeichen eines Testosteron-Mangels zeigen. Denn Testosteron ist unter anderem für die Fettverteilung im Körper zuständig. Ein absinken des Hormon-Spiegel führt zum bekannten Symptom „Bierbauch“. Außerdem lässt das Interesse am Sex nach, es gibt Erektionsschwierigkeiten, Müdigkeit, Depressionen, Reizbarkeit, Schmerzen und geringe Beweglichkeit. Niedrige Testosteron-Werte stehen mit Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Herz-Attacken und Osteoporose in direkter Verbindung.
Bleibt der Testosteron-Spiegel allerdings auch im Alter hoch, hat das positive Auswirkungen auf das Gedächtnis, die Libido, die Regeneration der Muskulatur und des Immunsystems, den Knochenaufbau und die Spermienproduktion. Zudem reguliert Testosteron die Synthese einer Substanz, die das Wachstum der Prostata kontrolliert. Wird der testosteron-mangel ausgeglichen hat das beim Mann den gleichen Anti-Aging-Effekt wie Östrogen-Gaben bei Frauen.

Wachstumshormon:

Das menschliche Wachstumshormon hat eine besondere Bedeutung für die Regeneration der körperlichen und geistigen Vitalität. Das Wachstumshormon besteht aus 191 Aminosäuren und kommt in unterschiedlichen Formen im Blut vor. Von der Geburt an nimmt seine Produktion ab. Zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr halbiert sie sich. Dieser Rückgang - im hohen Alter verschwindet die Produktion fast ganz - wird für viele Beschwerden verantwortlich gemacht, die typischen Altersveränderungen ähneln. Auf einen Mangel an Wachstumshormon weisen folgende Symptome hin: dünnes Haar, faltiges Gesicht (Tränensäcke, schlaffe Wangen, Zahnfleischrückgang, schlaffes Kinn), schlaffer Körper (wenig muskulöse schultern, schlaffer Trizeps, faltige Hände, Schlaffes Gesäß), Fettleibigkeit und dünne Haut. Hinzu kommen seelische Beschwerden wie Überempfindlichkeit, Müdigkeit, Angstzustände, Depressionen und verminderte Stress-Resistenz.
Linderung bieten kann da zum Beispiel die Einnahme von Aminosäuren, die das Freisetzen von Wachstumshormon fördern. Dazu zählen Arginin, Lysin und Glutamin. Die Produktion von Wachstumshormon kann aber auch durch einen entsprechenden Lebensstil angeregt werden. Ausdauersport und proteinreiche Ernährung sind hier die Basis. Nicht zuletzt kann ein Mangel auch durch direkte Wachstumshormon-Gaben ausgeglichen werden. Bei Kindern mit Wachstumsstörungen wird das schon seit langem praktiziert. Moderne Präparate sind sicher und werden unter die Haut gespritzt.

Schilddrüsenhormon:

Die Wirkungen der Schilddrüsenhormone sind sehr vielfältig und teilweise mit den Wirkungen anderer Hormone eng verflochten. Die Funktion besteht darin, den gesamten menschlichen Stoffwechsel anzutreiben und zusätzlich noch die Wärmeproduktion und den Sauerstoffverbrauch zu steigern. Ohne eine ausreichende Versorgung mit Schilddrüsenhormonen blieben die Grundstoffe der Nahrung, wie z.B. Zucker, Eiweiß oder Fett, unverarbeitet in den Zellen liegen, es würden weder Knochen noch Organe wachsen und das Gehirn könnte nicht reifen. Die Schilddrüsenhormone sorgen dafür, dass die Nahrung in den Körperzellen zu der Energie umgesetzt wird, die den Organismus am Leben erhält. Sie bestimmen auch, wie viel Energie umgesetzt wird und in welcher Geschwindigkeit das geschieht, der Grundumsatz des Körpers richtet sich also nach ihrer BlutkonzentrationJede Zelle ist von der Aktivität der Schilddrüsenhormone abhängig, denn nur mit ihrer Hilfe können die Energiegrundstoffe aus der Nahrung auch sinnvoll eingesetzt und genützt werden. Daraus folgt natürlich auch, dass die Funktion eines jeden Organs und ihr harmonisches Zusammenspiel auf die Schilddrüsenhormone angewiesen sind. Ob Magen-Darm-Trakt, Herz, Nervensystem, Knochen, Haut, Haare, Muskulatur oder Keimdrüsen – alle sind von der Schilddrüse und ihren Hormonen abhängig. Berücksichtigt man diese universelle Rolle, wird auch verständlich, warum eine normale körperliche und geistige Leistungsfähigkeit einen intakten Schilddrüsenhaushalt voraussetzt.

Serotonin:

Serotonin-Mangel ist weit verbreitet. Zu den charakteristischen Symptomen gehören  Depressionen (auch Winterdepression), Ängstlichkeit, geringe Belastbarkeit, Kopfschmerzen, Migräne und Reizdarm aber auch die abendliche Vorliebe für Schokolade. Auch ein beeinträchtigtes Kurzzeitgedächtnis und Schlafstörungen können auf Serotonin-Mangel hindeuten.
Die Ursachen für einen Mangel dieses Hormons können vielfältig sein. In den meisten fällen besteht er schon lebenslang und die Patienten haben ihr Verhalten diesem Umstand angepasst. Mit steigendem Alter aber kann sich die Situation verschlechtern, da der Serotoningehalt im Nervengewebe weiter abnimmt. Gründe hierfür sind die zurückgehende Produktion, mangelhafte Ernährung, Östrogenmangel, chronischer Stress und die verstärkte Einnahme von Medikamenten.
Der Anti-Aging-Medizin stehen mehrere Wege offen, um dem Serotonin-Mangel zu begegnen. Unter anderem können Östrogen-Gaben den Serotonin-Spiegel auf natürliche Weise anheben. Multivitaminpräparate helfen dem Körper ebenfalls dabei, mehr Serotonin zu produzieren. Die Symptome lindern können zudem DHEA und Pregnenolon. Besteht der Serotonin-Mangel weiterhin, kann mit den Substanzen Tryptophan und 5-HTP gegengesteuert werden.