Fadenlifting

Der untere Gesichtsbereich und die Kinnlinie lassen sich durch Fadenliftings effektiv straffen. Zwei unterschiedliche Fadenarten werden in unserer Praxis dabei verwendet. Es gibt Fäden aus PDO (Polydioxanone) oder Polymilchsäure.

PDO (Polydioxanone) – Fäden

PDO ist ein Material, das bereits seit Jahren in der Gefäß- und Herzchirurgie verwendet wird. Das Einziehen der Fäden erfolgt mit dünnen Nadeln, an denen die Fäden befestigt sind. Diese Fäden bewirken in der Haut eine „Biostimulation“.  Um den Faden werden Zellen zur Gewebsbildung angeregt und neues Kollagen entsteht. Das Ergebnis ist nach 4 – 8 Wochen sichtbar.

Der Faden löst sich nach 3 – 6  Monaten wieder auf. Durch die Neubildung von Kollagenfasern bleibt das Ergebnis länger sichtbar (ca. 12 – 24 Monate). Die Behandlung kann beliebig oft wiederholt werden.

Zur Straffung und Anhebung der unteren Gesichtsregion haben sich zwei Behandlungsstrategien bewährt:

  • Gitterförmige Anordnung der Fäden (glatte oder Spiralfäden) zur flächigen Kollagenstimulation
  • Fächerförmige Anordnung der Fäden (COG-Fäden mit Widerhacken) zur Anhebung abgesunkener Strukturen

Polymilchsäure Fäden (Silhouette Soft®-Fäden)

Der Faden besteht aus resorbierbarem Material (Polymilchsäure) und aus resorbierbaren Kegeln (L-Laktid-Säure). Diese Materialien werden ebenfalls seit Jahren in chirurgischen Bereichen verwendet.

An jedem Faden befinden sich zwei Reihen von winzigen Kegeln in entgegengesetzter Richtung. Nach der Einbringung in das Gewebe entsteht so ein Straffungs- und Liftingeffekt. Die Polymilchsäure regt im tieferen Gewebe die Zellen zur Kollagenneubildung an. Die Kegel lösen sich nach 8 – 12 Monaten und der Faden nach 18 – 24 Monaten wieder auf. Durch die Kollagenneubildung kann der Effekt auch noch länger anhalten. Silhouette Soft®-Fäden eignen sich gut bei Erschlaffung der Haut im unteren Gesichtsbereich.